FABI CASI heißt das neue KInder-Theaterstück von Wolfsmehl. Es wurde von dem Dramatiker zusammen mit der 3. Klasse der Grundschule Tagmersheim erarbeitet. Initiiert und gefördert wurde das Projekt unter der Rubrik KULTUR MACHT STARK vom Friedrich-Bödecker-Kreis sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Das Theaterstück ist im Mitteldeutschen Verlag erhältlich.
Wolfsmehl in seinem Grußwort:
In meiner Kindheit hieß es: „Und am Ende eines Tages sollen deine
Füße dreckig, das Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein.“
Heutzutage scheint es zu heißen: „Und am Ende eines Tages sollen
alle deine Freunde auf Facebook eine Nachricht erhalten haben,
die Bewertung der TikTok-Trends und Likes deinen Tag bestimmt
haben und deine leeren Augen checken, ob dein Mobile für den
nächsten Social-Media-Tag schon aufgeladen ist.“
Dieser Zusammenhang sowie der soziale Druck, der damit einhergeht
und der mir beim Arbeiten mit verschiedenen Theatergruppen
an Schulen immer wieder auffiel, inspirierte mich – mit meinen
‚Ensemble‘-Schülern der 3a in der Grundschule Tagmersheim – ein
Stück zu verfassen, das die eigene Kreativität, das eigene Lesen und
das eigene Denken in den Vordergrund rückt.
Eine fesselnde und allgemeinverständliche Geschichte, ein Impuls
und eine Orientierungshilfe für alle Kinder und Jugendlichen.
Auf dem Weg zur Schule erinnerte ich mich an ein Hörspiel, das
ich zu diesem Thema verfasst habe und das in einer Schublade meines
Schreibtischs harrte: FABI CASI – DER SPRECHENDE STIFT.
Eine Märchenfigur mit Armen und Beinen, Mund, Augen, Herz und
Gefühlen, die einem Kind beim Hausaufgabenmachen zur Seite steht.
Ein spannendes Theaterstück – verpackt in einen Klassenkon-
flikt – erschien mir als die Lösung, um den Kampf gegen die überbordenden
Inhaltsströme von TikTok, Instagram und Snapchat aufzunehmen.
Die Kinder waren von der Idee begeistert. Und so ging es los …
Szene für Szene … getragen von Dialogen aus dem Schulalltag …
von Musik und der Fantasie der Kinder.
Ich spürte die Begeisterung der Jugendlichen – und die Jugendlichen
spürten, dass diese Story mit ihrem Mobile unmittelbar etwas
zu tun hat. Ein reger Austausch entstand. Impulse aus dem täglichen
Schulalltag wurden in den Text eingearbeitet. Am Ende stand
das _eaterstück FABI CASI – DER SPRECHENDE STIFT. Eine
Geschichte – eng verknüp_ mit dem Leben der Schüler*innen.
Im Juli des Schuljahres 2025 war es dann so weit. Nach der Generalprobe
folgte die Urau_ührung. Und was für eine! Das Ensemble
und die Techniker*innen wuchsen über sich hinaus. Der Applaus für
die Leistung der Kinder von Seiten der Eltern, der Mitschüler und
der Ö_entlichkeit wollte nicht enden. Voller Selbstvertrauen und
Freude gingen alle Beteiligten nach Hause.
Und so danke ich besonders den Jugendlichen, meinem Ensemble,
für ihre Einsatzfreude, Kreativität, Schauspielkunst, technische Mitarbeit
sowie für das Teaterstück FABI CASI – DER SPRECHENDE
STIFT, das die Heranwachsenden mithalfen, in die Welt zu setzen –
eine Welt, von der ich ho_e, dass sie die Jugendlichen ihren Weg in
Frieden, Demokratie und Chancengleichheit gehen lässt.
Herzlich danke ich auch Kim Greyer und Anna Eichfelder vom
Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise und Georg Braun
vom Landesverband Bayern für die tolle Unterstützung und Förderung.
Ohne ihre Zustimmung hätte dieses Theaterprojekt nicht realisiert
werden können.
Mein großer Dank gilt auch den Bündnispartnern, der stets hilfsbereiten,
einfühlsamen, kreativen und kompetenten Schulleitung:
Barbara Mayr-Roßkopf, Verena Voigtländer, Miriam Fister sowie
Frau Karina Nuber, der Leiterin der Gemeindebücherei.
Mein besonderer Dank geht auch an Gerhard Reichel, der zuverlässig
und kompetent für einen gelungenen Micro-Sound sorgte.